Die Vorteile von E-Books und E-Book Reader

Einer der Vorteile unserer digitalen Zeit ist die Erfindung des E-Books. Zumindest aus meiner Sicht, denn die Vorteile überwiegen. Es gibt diejenigen, die sagen sie brauchen den Geruch von Papier und das haptische Gefühl ein Buch in der Hand zu halten und lehnen deshalb E-Books und die dazugehörigen E-Reader ab. Das kann ich zum Teil nachvollziehen. Der Geruch von Papier, genauer von frisch erworbenen Büchern erinnert mich an die Leseabenteuer in meiner Kindheit. Trotzdem lese ich inzwischen E-Books mit dem gleichen Genuss wie klassische Bücher aus Papier. Der Grund dafür ist der einfache Umgang mit E-Books, die Möglichkeit sehr viele elektronische Bücher in einem kleinen E-Reader zu transportieren und besonders das kompakte Format der E-Reader.

Ich lese z.B. regelmäßig in der U-Bahn auf meinem morgendlichen Weg zu meinem aktuellen Projekt ins Frankfurter Westend. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Mit etwas Wartezeit bis die Bahn kommt, komme ich somit auf ca. 45 – 50 Minuten (hin und zurück) Lesezeit pro Tag. Damit schaffe ich ein 500 Seiten Buch innerhalb einer Woche, wenn ich am Wochenende ebenfalls lese (je nachdem wie schwierig die Geschichte ist). U-Bahn fahren ist ansonsten furchtbar unproduktiv. Die meisten Menschen schauen auf ihr Smartphone, spielen damit, nutzen Social Media Plattformen oder hören Musik. Es ist aus meiner Sicht sinnvoller die Zeit mit guter Literatur zu verbringen.

Für die U-Bahn und für Wartezeiten wo auch immer, ist der E-Reader prädestiniert. Klein, passt in jede Umhängetasche und sogar in viele Jackentaschen. Das letzte klassische Buch, welches ich in der U-Bahn gelesen habe war Homo Deus von Yuval Noah Harari. Ein ziemlicher Brocken und in der Tasche schon schwer. Außerdem hat das Buch eine Menge Platz benötigt.

Danach habe ich „Die drei Sonnen“ von Liu Cixin als E-Book auf meinem E-Reader gelesen. Was für ein Unterschied. Übrigens lese ich E-Books auf dem Smartphone nur in Ausnahmefällen. Das Schriftbild und die Größe eines E-Readers sind doch um Klassen besser. Das Lesen auf dem Smartphone kommt mir dagegen wie Fast-Food vor.

Ein weiterer Vorteil der E-Reader ist die schnelle Verfügbarkeit von Büchern. Ich kann auf Reisen, im Büro oder Zuhause einer Buchempfehlung folgen und mir das E-Book sofort herunterladen. Ich weiß, es gibt Menschen die sagen die Buchkultur geht den Bach herunter. Inwieweit der Buchhandel den digitalen Wandel überlebt und wie er danach aussieht hängt aber nicht nur von E-Books ab. Inzwischen konkurrieren viele Median mit dem klassischen Buch. Man sieht immer mehr Menschen, die sich Filme auf Smartphones und Tablet-Computern ansehen oder Audiocast-Angebote nutzen. Das alles benötigt Zeit, die für die Literatur fehlt.

Der E-Book Reader und E-Books sind für mich positive Entwicklungen des digitalen Zeitalters. richtig beworben und erklärt kann damit die Lust am Lesen wieder geweckt werden. Medienträger waren schon immer im Wandel. Das Fernsehen ist der Untergang des Kinos, die Videocassette ist der Untergang des Fernsehens, das Internet und Streamingdienste sind der Untergang der Videocassette (heute DVD und BluRay), etc. Tatsächlich existieren all diese Formate heute noch. So wird auch das klassische Buch aus Papier erhalten bleiben, lediglich die Nutzeranteile verschieben sich in Richtung E-Book.

P.S. Was geschieht, wenn ein bekannter Autor oder eine bekannte Autorin verkündet, zukünftig nur noch E-Books zu veröffentlichen? Man stelle sich vor Dan Brown, Stephen King oder J.K. Rowling würden dies tun. Was hätte das für eine Auswirkung auf das gesamte E-Book Segment?

P.P.S. Die beiden o.g. Bücher kann ich nur empfehlen – dazu wird es einen eigenen Beitrag geben.